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Die Klagenwelt rund um Apple

Egal ob Applefan oder Applehasser, jeder der das hier liest kommt auf seine Kosten. Gleich zwei wunderbare und dennoch traurige Nachrichten kann ich euch überbringen. Des einen Freud ist des anderen Leid.

Nun fangen wir mal aber zunächst mit dem PC-Hersteller aus Cupertino an. Dass die Firma mit dem angebissenen Apfel momentan wohl für volle Kassen bei den Rechtsanwälten sorgt ist ja bekannt. Es musste wohl so kommen. Die Anzeige gegen Samsung trägt nun erste Früchte. Apple warf Samsung vor beim GalaxyTab 10.1 gegen 10 Patente zu verstoßen. Inbegriffen sind hier anscheinend das „Look and Feel“ sowie die Touchscreentechnologie des Apple iPads. Ziel der Klage ist es gewesen, den Verkauf der Samsung-Tablets in verschiedenen Ländern zu verbieten. Damit haben sie nun zumindest in Australien erfolg gehabt. Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat den Launch des besagten Tablets für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Man wolle laut Samsung zunächst auf die Gerichtsentscheidung warten.

So liebe Applegegner, jetzt habe ich was für euch. Erinnert ihr euch noch an den Wirbel, welches ausgelöst wurde durch die Tatsache, dass das iPhone die Ortsdaten der Nutzer trackt und speichert? Nun, die Reaktion hierzulande waren bei weitem nicht so stark wie in Korea.
Ein koreanischer Anwalt konnte erfolgreich 1 Millionen Won (ungefähr 950 Dollar) erstreiten. Nun an sich nicht viel, das gebe ich zu. Doch was viel ist, ist die Sammelklage an der sich immerhin mittlerweile 27.000 Menschen beteiligt habe. Bei einem Erfolg dieser Klage müsste Apple immerhin 25Millionen US-Dollar auf den Tisch blättern.

Nun, dass waren gerade zwei Beispiele aus der Klagenwelt rund um Apple. Mann muss sagen, dass Klagen eigentlich eine sehr positive Sache sind, allerdings NUR für die Anwälte. Die Innovationskraft der Firmen geht allerdings verloren. War nicht früher Apple´s Leitidee „Wenn alle Firmen gegen Tauschbörsen klagen, verkaufen wir lieber Musik. Wir machen es besser“ Doch was ist daraus geworden? Heute mach Apple die Produkte nicht mehr besser. Man macht es sich leicher. Man verklagt einfach Hersteller wie Samsung und HTC, damit diese ihre Produkte nicht mehr verkaufen können. So wird man die unliebsame Konkurrenz viel einfacher los als durch die Herstellung von bessern Produkten.

Think different Apple, hört auf alles und jeden zu verklagen. Denn am Ende schadet ihr euch nur selbst.

via und via

0 4 8840 02 August, 2011 Allgemein August 2, 2011
  • Maxi

    Also meiner Meinung nach geht Apple mit seinen Mitstreitern noch recht liebsam um. Mit dem Geld das sie haben könnte Apple ihre Produkte die nächsten paar Jahre auch verschenken. Apple würde das nicht schaden, nein, aber Samsung, HTC und viele andere Firmen würden dann untergehen, weil jeder nur noch Apple-Produkte kaufen würde. Aber die Leute aus Cupertino verkaufen ihre Produkte ja extra teuer. So bleibt der Markt ausgeglichen, weil viele denken:“Wieso teuer, wenns mit Android auch günstiger geht?“.
    Man sollte sich den Markt eh mal genauer anschauen, wer denn seit der Einführung von iPhone und iOS so von wem abschaut. 

    • Nun, ich habe nun einen Blick auf die Entwicklerkonferenz von Apple in diesem Jahr geworfen und auch gleich 5 Punkte entdeckt, die Apple als große Neuerung anpreist, obwohl das nur eine Kopie von dem ist was andere Hersteller/Programmier seit langem (oder zumindest vor Apple) vorgestellt oder angeboten haben.

      1. Anfangen kann ich direkt bei iMessage. Worum es geht weiß jeder, ansonsten einfach kurz googlen, da findet man bestimmt mehr Informationen, als ich in diesem Kommentar geben kann. Nun, Das gesamte System und der Aufbau erinnert mich sehr an den BlackBerry Messenger.

      2. Machen wir doch gleich weiter mit dem „Wireless Update“, welches von Apple als das Ende des PC-Zeitalters angepriesen wurde. Aufeinmal kann man sein Gerät updaten, ohne das eine Verbindung zum PC notwendig ist. Das nenne ich doch mal eine Revolution, so was hat die Welt noch nie gesehen !! Hm.. Obwohl wenn ich mich so recht erinnere ist doch dieses Over-the-air (OTA) Update schon seit längerem Bestandteil von Microsoft, Android und BlackBerry.

      3. Nun, ein Lockscreen gab es schon bevor Apple das iPhone auf dem Markt gebracht hat. Die Idee, einen Lockscreen zu verwenden, ist genauso Revolutionär, wie ein Auto zu bauen, was mit vier Rädern fährt. Doch mit iOS 5 kann man Sprichwörtlich das Auto mit einer Fernbedienung aufschließen um das Radio anzumachen oder sonstiges. Jetzt zurück zum iPhone, bedeutet dass, dass man mit iOS 5 Apps direkt vom Lockscreen aus starten kann. Allerdings hat Apple sich da beim HTC Sense 3.0 UI oder diversen anderen Android-Launchern was abgeschaut.

      4. Tabbed Browsing, eine Funktion die jeder vom PC-Browser kennt, findet nun dank Apple das erste Mak auch Einzug in der Smartphonewelt, wenn da nicht da der Spielverderber Opera Mini wäre, der das ganze schon seit fast 1,5 Jahren anbietet.

      5. Was kennt jeder Android-Nutzer schon seit Beginn? Richtig, die Notificationsbar, die alle relevanten Informationen beherbergt. Was macht Apple? Es als eine Neuheit anpreisen,

      Nun, 5 Punkte sollten erstmal für den Anfang reichen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum du meinst, dass Apple sehr liebsam mit seinen Konkurrenten umgeht. Deine These, dass Apple mit Absicht die Kosten hochhält, damit die Konkurrenz es einfacher hat, halte ich für völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich kann weder Argumente noch Beweise für deine Behauptung finden, dennoch würde ich sehr gerne mir diese durchlesen, und mich vom Gegenteil überzeugen. Wie heißt ein altes Sprichwort? „Man hat nie im Leben ausgelernt“,

      Mit vielen lieben Grüßen Dennis

      • Maxi

        Erstmal vielen lieben Dank für deine Antwort und deine Mühe :-)
        Nun, Apple preist also iMessage, Wireless Update, die Notificationsbar, usw. als Neuerung an. Zurecht. Für iOS sind es ja – wenn auch nicht revolutionäre – Neuerungen, die da ab Firmware-Version 5.0 so alle integriert sind. Dem Einen gefallen sie, dem Anderen nicht.

        Also ich bin der Meinung, dass eine App, nur weil sie an den Aufbau einer anderen App errinnert, nicht als geistiger Diebstahl gilt. So wäre die Android „Telefon-App“ also auch ein Plagiat der iPhone „Telefon-App“, diese wiederum eines Festnetztelefons, usw. nur weil man auch einen Ziffernblock hat und der Aufbau „ungefähr“ gleich ist?! Absurd!

        Und weiter..? Darf Apple nun keine Over-the-Air Updates anbieten, weil Android, Microsoft und RIM das bereits tun? Ich glaube nicht. Eine Kopie? Nein.

        Nun, ich glaube nicht, dass man eine einfache „Swipe-Down“-Bewegung vom oberen Bildschirmrand nach unten als Idee patentieren könnte, die dann keiner mehr verwenden dürfte 😉
        Bei Software würde ich sowieso nicht von „geklaut“sprechen. Es ist ja nicht das selbe; es ist schließlich nur eine Leiste, die nach unten ausfährt, wenn man eine bestimmte Bewegung ausführt.

        Klar mag meine Behauptung „Apple hält die Preise absichtlich oben“ aus der Luft gegriffen sein, dennoch sehe ich darin ein gewisses System, wie die Jungs von iSuppli es immer wieder beweisen; die Herstellungskosten des iPhone 4 berufen sich angeblich auf 188 USD.
        Um meinen Kommentar ebenfalls mit einem Sprichwort zu beenden: „An apple a day keeps the doctor away“ :-)

        Achja, ich besitze übrigens kein iPhone, sondern ein HTC Desire S und bin sehr zufrieden damit.

        Chris

        • Christoph Sonntag

          Ihr seid doch alle schwul!

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