Review: HTC Wildfire S
Verfasst von

Review: HTC Wildfire S

Vorwort

Eine alte Volksweisheit lautet „Never change a winning horse“. HTC hat bei seinem ersten Wildfire nahezu alles richtig gemacht: Gut verarbeitetes Gehäuse, Kamera mit ausreichend guter Qualität und eine Ausstattung die mehr als ausreichend ist, vereint zu einem recht günstigen Preis. Sparfüchse wie ich es einer bin, haben zugeschlagen. Ich persönlich verwende das Wildfire immernoch, und bin auch ganz zufrieden damit.

Zur MWC in Barcelona wurde der Nachfolger angekündigt. Natürlich waren die Erwartungen sehr hoch und auch ich habe mich sehr auf den Nachfolger gefreut. Allerdings war ich etwas skeptisch, weil wie will man ein sehr gut funktionierendes Konzept noch verbessern? HTC hat es vorgemacht, und hat sehr behutsam Hand an dem Gerät angelegt.

HTC Wildfire S jetzt bei Amazon kaufen!

Design

Das Ur-Wildfire bringt knapp 118 Gramm auf die Waage und misst 106,75 x 60,4 x 12,19 mm. Das Wildfire S ist noch etwas geschrumpft und wiegt nur noch 105 Gramm. Zudem wurde auf den optischen Trackball verzichtet, wodurch  die Maße auf 101,3 x 59,4 x 12,4 mm geschrumpft sind, wobei das Gerät nur etwas dicker wurde. Durch diese leichten und dennoch spürbaren Veränderungen liegt das HTC Wildfire S noch besser in der Hand als das Ur-Wildfire.

Die Rückseite macht sowohl von der Optik, wie auch von der Haptik einiges her. Die Verarbeitung ist wie bei nahezu allen Geräten aus dem Hause HTC sehr hochwertig, wobei ich sagen muss, dass das Desire S mit seinem Uni-Body noch ein Tick besser ist. Das Display hat sich nicht sonderlich verändert, auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick merkt man doch, dass die Auflösung verbessert wurde.

Bei dem Ur-Wildfire löste der Touchscreen nur mit einer Auflösung von 320×240 Pixeln auf, für viele Applikationen (kurz Apps) war das zu wenig. Beim Wildfire S hat man nun die Auflösung verdoppelt, sodass diese nun  320×480 Pixel beträgt und diesen Unterschied kann man deutlich sehen. Das Bild sieht schärfer aus als beim Ur-Wildfire, kommt aber nicht an die Qualität und Brillianz vom Desire S etc. ran. Bei einem Lowbudget-Gerät wie dem Wildire S ist natürlich kein SLCD oder AMOLED verbaut, sondern ein normales LCD-Panel, was bei der Preisklasse aber zu verschmerzen ist.

Unter dem Display befindet sich nur noch die Soft-Touch-Reihe mit den wichtigen Android-Buttons  „Home“, „Menü“, „Zurück“ und „Suchen“. Darunter befindet sich nichts mehr.

Nun noch einmal zur Rückseite. Das Design ist sehr ansprechend und durchaus elegant. Stören tut nur, dass die Kamera nicht vollständig in das Gehäuse eingelassen wurde, stattdessen ist das Gehäuse an dieser Stelle gewölbt. Viele Nutzer haben da zurecht Angst davor, dass die Kameralinse verkratzt. Auf der anderen Seite darf ich natürlich auch nicht verschweigen, dass grade die gewölbte Stelle optisch doch was her macht.

Ausstattung

Nun, es soll anscheinend noch Leute geben, die ihr Smartphone tatsächlich nur zum Telefonieren benutzen. Sich daher ein Smartphone für >500 Euro zu holen, wäre nicht nachhaltig. Mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wie es im Volksmund so schön heißt.
Das Wildfire S kostet um die 230 Euro ohne Vertrag, also knapp die Hälfte von dem Preis eines Samsung Galaxy SII oder eines iPhones. Doch das muss lange nicht bedeuten, dass das Smartphone im Funktionsumfang sehr abgespeckt sein muss.

Das HTC Wildfire S bringt alles mit, was man braucht um in der Smartphonewelt glücklich zu sein. Wir haben natürlich WLAN an Board, und das sogar gleich im schnellen n-Standard. Natürlich kann das Wildfire S auch über Mobilfunk online gehen, und zwar via GPRS/EDGE/UMTS/ und auch HSDPA, sowie das recht aktuelle Betriebssystem Gingerbread.

Das Wildfire S hatte einen etwas schlechteren Empfang wie sein großer Bruder das Desire S. Dennoch war im Gesamten die Empfangs- und Sendeleistung in einem guten Bereich. Bei Telefonaten kam die Stimme des Gesprächspartners sehr deutlich an, in der Gegenrichtung allerdings leicht blechern, was aber nur bei genauem hinhören stören könnte. Generell ist die Akustik im akzeptablen Bereich und für ein Low-Budget-Smartphone doch sehr angenehm.

Auch an Board ist ein GPS-Modul. Viel darüber kann ich jetzt hier nicht schreiben, außer dass das GPS-Modul seinen Job macht, wie es soll. Die GPS-Ortung war unter freiem Himmel sehr genau. Nun, mehr kann ich dazu eigentlich nicht schreiben, deshalb fahre ich jetzt mit der Kamera fort, die Fotos mit einer Auflösung von 5 Megapixeln aufnimmt.

Bei Dunkelheit sorgt der LED-Blitz für eine bessere Ausleuchtung. Videos können mit einer Auflösung von 640×480 aufgenommen werden. Wie bei vielen HTC-Smartphones ist die Kamera nicht die beste, allerdings auch nicht die schlechteste. Die Kamera liefert bei guter Helligkeit scharfe Bilder, die allerdings einen leichten Rot-Stich haben. Die Bilder reichen aber durchaus für gelungene Schnappschüsse, sollten diese nicht aus nächster Nähe aufgenommen worden sein, denn das HTC Wildfire S stellt erst bei 10cm bis 15cm scharf.

Kein Smartphone lässt sich nicht als MP3-Player verwenden. Hier macht allerdings HTC mit dem Wildfire S sehr vieles richtig, denn der Sound kommt sehr gut rüber. Bei voll aufgedrehter Lautstärke wird der Ton etwas schrill, was aber andere Kopfhörer verhindern.

Der Akku ist im guten Mittelmaß. Bei intensiver Nutzung, wie dem Stundenlangen telefonieren hält der Akku knappe 5 Stunden. Für Leute die 6 Stunden Dauersurfen für normal halten, und ich zähle mich ebenfalls zu dieser Kategorie, ist das HTC Wildfire auch geeignet.

Im HTC Wildfire S ist nun ein 512 MB großer Arbeitsspeicher, und ein 600Mhz starker Prozessor verbaut. Man merkt deutlich den Unterschied zum Vorgänger, was aber vermutlich vorallem an dem größeren Arbeitsspeicher liegen dürfte. Apps werden schneller geladen, und surfen geht nun auch flotter. Generell muss ich aber eingestehen, dass das HTC Wildfire S zu langsam für 3D-Spiele der Extraklasse ist Ninjump lief gerade mal so darauf, und Angrybirds auch. Aber das war es dann auch mit Spielen. Allgemeine Anwendungen erledigt das Wildfire S flott. Eine normale Webseite öffnet sich sogar schon nach knappen 10 Sekunden, was ein ordentlicher Wert ist.

Fazit

Die Überarbeitung des Wildfire ist HTC wirklich gelungen. Hier ein bisschen was verbessert, dort was anders gemacht und schon hat man ein echt gutes Smartphone mit guter Ausstattung und Verarbeitung zu einem sehr fairen Preis, dass alles noch gepaart mit einem Design, was sehr ansprechend ist, ergibt meiner Meinung nach eines der besten Smartphones in seiner Preisklasse.

Wie bei jedem Testberricht, schreibe ich am Ende nochmal was zur Zielgruppe. Beim Wildfire S ist die Zielgruppe, die keine anspruchsvollen Spiele spielen will, sondern ein gut verarbeitetes, elegantes und dabei kompaktes Smartphone besitzen will. Der Preis liegt momentan bei ca. 230 Euro, was ein gerechtfertigter Preis ist.

Ein Umstieg vom Wildfire auf das Wildfire S lohnt sich bedingt. Wer mit seinem Wildfire und dem schlechteren Display zufrieden ist, braucht nicht auf das Wildfire S umzusteigen. Jeder der noch kein Smartphone besitzt, aber schon liebäugelt sich eines zu holen, wird mit dem Wildfire S zufrieden sein.

HTC Wildfire S jetzt bei Amazon kaufen!

0 1 28140 09 August, 2011 Featured, Reviews August 9, 2011

Ein Pingback/Trackback

Verwandte Artikel

Suchen

Werde Fan!

Anzeige

Google+