rdio: Ein Erfahrungsbericht
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rdio: Ein Erfahrungsbericht

rdio ist ein Online-Musik-Dienst von den Gründern von Skype. Mit diesem Dienst erhält man Zugriff auf über 12 Millionen Songs und kann sie wahlweise auf dem Computer, Smartphone, Fernseher etc. wiedergeben.

Ich habe das Angebot 3 Monate lang getestet und im Folgenden bekommt ihr einen Einblick in drei Erfahrungen, die ich in meinem Alltag mit rdio gemacht habe.

Riesige Auswahl

Es gibt Millionen von Songs, die Auswahl ist einfach riesig! Man findet Musik, die man seit Jahren nicht mehr in seiner Datenbank hat und man kann sehr einfach und schnell neue Musik entdecken. Dafür gibt es unterschiedliche Kategorien wie Neuerscheinungen, Top Charts oder man sucht einfach drauf los.

Die Qualität der Musik ist gut, ich habe keine Mängel oder Verzerrungen hören können. Songs sind in CD-Qualität zu hören, die mir angenehmen Hörgenuss beschert hat.

Auch wenn die Auswahl über 12 Millionen Songs enthält, so ist sie trotzdem vor allem westlich orientiert und begrenzt. Es gibt auch das eine oder andere Album, in welchem nicht alle Tracks verfügbar sind, da die Lizenz für den deutschen Markt fehlt.

Musik zum mitnehmen

Der Vorteil von Musik in der Cloud ist, dass man sie immer dabei hat. Egal ob auf dem PC, Mac oder auf dem Smartphone, rdio bietet für alle gängigen Plattformen eine eigene App an. Selbst wenn man mal bei Freunden seinen Lieblingstrack über den fremden PC abspielen möchte, kann man sich der funktionalen Web-App im Browser bedienen. Der praktische Vorteil der Cloud: Ob PC, Tablet oder Smartphone, auf jedem Gerät ist genau die gleiche Musik-Sammlung vorzufinden.

Die App für den Mac bietet alle Funktionen, die es auch in der Browser-App gibt. Man kann Playlisten erstellen, neue Musik durchstöbern und dabei ist alles übersichtlich aufgebaut.

Auch die Android App ist ähnlich aufgebaut, bietet jedoch weniger Funktionsumfang. Man kann neben der Online-Funktion die Musik auch auf sein Smartphone herunterladen – in einem rdio-eigenen Format versteht sich. Mich hat es nicht gestört, es ist eben keine Musik-Download-Flatrate.

Eine Funktion, die ich in jedem Player gerne nutze: Die gesamte Mediathek hintereinander weg abspielen. Bei der rdio-Android App geht das nicht. Auch fehlt mir eine Unterscheidung zwischen Künstler, Genres, Titel etc. Grundständige Funktionen fehlen also, was mich enttäuscht und aufregt.

Etwas weiteres fehlt ebenfalls: Musik, die man auf dem Computer/Smartphone hat, wird nicht in den Player eingebunden. Schade, Spotify macht es besser. Trotzdem muss ich das rdio Team loben, innerhalb der Testzeit gab es mehrere Updates, die die App deutlich aufgewertet haben.

Vertrag beendet, was dann?

Ihr wollt einen kurzen Film drehen, ihn vielleicht mit eurem Lieblingsstück unterlegen. Mit rdio geht das nicht. Wie vorher schon beschrieben, es ist ein reiner Streaming-Dienst. Offline-Songs werden in einem rdio-eigenen Format abgespeichert und können nur in der rdio-App wiedergegeben werden und damit sind wir beim letzten Punkt angelangt.

Nehmen wir an, ich benutze rdio zehn Jahre lang. In dieser Zeit erweitere ich meine rdio-Sammlung, lerne neue Künstler kennen etc. Dann beende ich den Vertrag und die jahrelang mühevoll zusammengestellte Mediathek ist weg. Bei diesem Gedanken habe ich gemischte Gefühle, steh ich doch vor der Wahl, meine kostenlose Testzeit auslaufen oder verlängern zu lassen.

Fazit

rdio hat sehr gute Apps, es gibt jedoch noch gut Luft nach oben. Die Auswahl und die Qualität haben mich überzeugt, für 5€ bzw. 10€ im Monat bekommt man viel Musik für’s Geld.

Wer jedoch nicht an Anbieter wie rdio, spotify, simfy etc. gebunden bleiben möchte, der wird auch in Zukunft nicht an seinem vertrauten Musik-Shop vorbeikommen.

Ihr könnt rdio 7 Tage lang kostenlos ausprobieren: klick

0 0 36350 12 April, 2012 Android, AppReview, Featured, iOS, Reviews, Software April 12, 2012

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Hi, ich bin Daniil und ich betreibe TBLT.de. Es ist meine Leidenschaft über Technik zu bloggen und mit euch darüber zu diskutieren! +

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