Angriff der App-Killer – Werbung nervt
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Angriff der App-Killer – Werbung nervt

 War vor einigen Jahren das Internet der Kanal der Zukunft und das wichtigste neue Paradies für Werbetreibende, so ist es jetzt das mobile Internet. Dem rasanten Anstieg der Verbreitung des „Internet von unterwegs“ haben wir der ebenso raschen Entwicklung der Smartphones und Tablets zu verdanken. Sie ermöglichten es erst, auch im mobilen Internet komfortabel zu surfen. Viele Menschen können sich ein Leben ohne das Smartphone gar nicht mehr vorstellen. Untrennbar mit den „schlauen Telefonen“ verbunden sind Apps – und die entdecken Werbetreibende gerade für sich.

Für den Nutzer der Apps bedeutet das: Vorbei sind die Zeiten werbefreier Anwendungen – es sei denn, man bezahlt für seine Applikationen. Die „Kostenlos-Mentalität“ ist zwar im Internet weit verbreitet, doch bei den Apps für ihre Smartphones sind erstaunlich viele Menschen bereit, Geld dafür zu bezahlen, keine Werbung eingeblendet zu bekommen. (Doch auch das ist in Bezahl-Apps leider nicht immer garantiert.) Der Anteil an Nutzern, die vor allem kostenlose Anwendungen verwenden, ist trotzdem groß und genau auf die haben es die werbenden Unternehmen abgesehen: In-App-Advertising boomt.

Der Vorteil dieser neuen Werbeform ist klar: Die Zielgruppe „fasst die App an“, beschäftigt sich aktiv mit ihr und muss die eingeblendete Werbung aktiv weg klicken – oder über sie hinweg lesen – bis sie zum eigentlichen Ziel kommt: Dem Online Casino Spiel oder der nächsten Runde Solitaire. Die Möglichkeiten sind ebenso grenzenlos wie das Angebot an Apps in den Stores der Hersteller. Der Schwerpunkt liegt dabei derzeit aber noch auf Spielen. Die Agenturen haben Erfahrung mit In-Game-Advertising und versuchen diese jetzt für In-App-Advertising zu nutzen.

Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht mit der Unterscheidung: Auch auf Smartphones gibt es weiterhin das klassische In-Game-Advertising. Schlägt sich beispielsweise der Held eines Neuzeit-Rollenspiels durch eine Stadt, sieht der Spieler oft Werbeplakate ganz wie im richtigen Leben. Das In-App-Advertising ergänzt diese Form der Werbung um Anzeigen, die nicht im eigentlichen Spiel integriert, sondern diesem vor- oder nachgeschaltet sind. So kann beispielsweise Werbung eingeblendet werden, bevor der nächste Level beginnt oder bevor die Highscore angezeigt wird.

Besonders wirkungsvoll aber sind für die Werbetreibenden diejenigen In-App-Anzeigen, die dem Nutzer direkte Vorteile bringen. Die Firma „Tap.Me“ arbeitet zum Beispiel derzeit daran, Werbung und Spiel für die Nutzer in Einklang zu bringen. Um das zu erreichen, könnten bestimmte für das Spiel wichtige Funktionen, wie höhere Geschwindigkeit, mehr Power usw. von Firmen gesponsort werden. Man kann sich vorstellen, wie es aussehen könnte, wenn der im vorigen Absatz erwähnte Held aus dem Neuzeit-Rollenspiel eine Flasche Cola trinken muss, um seine Lebenspunkte aufzuladen.

Diese Form der Werbung in Apps dürfte sehr viel besser angenommen werden als das bloße Einblenden von kleinen Bannern vor oder nach dem Spiel, dem sich viele Nutzer ohnehin entziehen, indem sie die Internetverbindung kappen und Anzeigen dadurch nicht mehr vom Server geladen werden können. Doch die Entwickler von App-Werbung haben auch dafür eine Lösung gefunden: Eine Technologie, mit deren Hilfe Werbung in Apps auch dann angezeigt wird, wenn das Gerät offline ist. Rückzug? Nicht möglich.

Bildquelle: mindgruve.com

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Mediazin Gruppe veröffentlicht.

0 0 16230 15 Mai, 2012 Software Mai 15, 2012

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