Samsung Galaxy Note 10.1 Testbericht
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Samsung Galaxy Note 10.1 Testbericht

Das Samsung Galaxy Note 10.1 ist derzeit das beste Tablet von Samsung. Mit einem QuadCore Prozessor, Android 4.1 und dem S-Pen bietet es diverse Funktionen, die selbst der Marktführer das iPad nicht bietet. Doch ist es dadurch ein besseres Tablet? Wie schlägt es sich im Alltag und für wen ist es geeignet?

Verarbeitung und Materialwahl

Das Samsung Galaxy Note 10.1 kommt mit dem üblichen Zubehör daher, was aus einem USB-Kabel und einem Netzteil besteht. Das Tablet besteht aus glänzendem Plastik, wahlweise in schwarz oder weiß, welches Fingerabdrücke magisch anzieht. Die getestete weiße Version sieht schick aus, das Design mit den nach vorne gerichteten Lautsprechern gefällt. Durch das Plastikgehäuse ist es rund 60 Gramm leichter als ein iPad, was man auch spürt. Dies ist auch schon der einzige Vorteil des Plastiks, denn eine Aluminiumrückseite ist allemal schöner und fühlt sich hochwertiger an. Vorbildlich ist die Front mit Gorilla Glas geschützt, das sehr kratzerresistent ist.

Ausstattung und Geschwindigkeit

Die Auflösung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik

Im Innern werkelt ein Exynos Prozessor mit 4 Kernen, der Unterstützung von 2GB Arbeitsspeicher bekommt. Die Leistung wird im Alltag kaum ausgereizt, mit dieser Ausstattung hat man auch für die nächsten 2 Jahre genug Leistungsreserven. Somit läuft das Tablet mit Android 4.1 absolut flüssig und Verzögerungsfrei und bietet somit eine angenehme Bedienung. Natürlich laufen auch alle aktuellen Spiele auf dem Note 10.1 problemlos.

Etwas enttäuschend ist das Display. Die Auflösung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik, sodass man merkt, dass das Samsung Galaxy Note 10.1 länger in der Entwicklung war. Vor allem Schriften wirken im Vergleich zum iPad unscharf und verpixelt. Vorbildlich ist jedoch die knackige Farbwiedergabe, die guten Betrachtungswinkel sowie das 16:9 Format, das vor allem bei Videos viel Spaß macht.

Trotz des hellen Bildschirms ist der Akku sehr ausdauernd, sodass ich ihn im Schnitt jeden dritten Tag aufladen musste. Das schließt eine aktive tägliche Benutzung von etwa 3 Stunden ein, sodass man insgesamt auf etwa 9-10 Stunden Benutzung kommt, was ein ordentlicher Wert ist.

Schnelles Android mit Touchwiz Oberfläche

Neben Android 4.1, das mit dem Play Store die Möglichkeit bietet, zusätzliche Apps und Spiele zu installieren, hat Samsung noch eigene Erweiterungen vorgenommen, die ich hier näher erläutere. So kann man zum Beispiel mehrere Fenster nebeneinander darstellen, so wie man es vom PC her kennt oder man stellt S-Voice eine Frage, die umgehend beantwortet wird. Nicht alle Erweiterungen sind jedoch nützlich, so ist der umgestylte Kalender sowie die eMail App von Samsung unnötig, da Android bessere Apps von Hause aus hat.

Zu wenige Apps

Ebenfalls ist ein Office Paket vorinstalliert, mit dem man Word, Excel, Powerpoint und PDF-Dateien öffnen un bearbeiten kann. Die Funktionalität reicht nicht an Microsofts Office heran und auch sind manche Formatierungen nicht komplett kompatibel, doch für einen kurzen Brief oder Bericht reicht es allemal aus.

Schade ist jedoch, dass es noch zu wenige Apps gibt, die für Tablets angepasst sind. Noch nicht mal Facebook, Twitter oder eBay haben Apps für Android-Tablets im Angebot, stattdessen werden die Smartphone-Apps aufgebläht auf dem Bildschirm angezeigt.

S-Note und S-Pen: Die Rückkehr des Stylus

Der S-Pen macht das Samsung Galaxy Note 10.1 unschlagbar, wenn es ums Zeichnen oder Schreiben auf Touchscreens geht. Mit 1024 Druckstufen lässt es sich darauf so genau wie auf einem Blatt Papier schreiben, wenn nicht sogar besser. In der App S-Note kann man unterschiedliche Stifte auswählen, Formen wie Linien oder Tabellen erkennen lassen (praktisch beim Unterstreichen!) oder mathematische Formeln berechnen lassen. In einem weiteren Beitrag habe ich bereits ausführlich beschrieben, wieso das Samsung Galaxy Note 10.1 das derzeit beste Tablet für die Uni ist. Folgendes Video ist daher für alle zu empfehlen, die mit dem S-Pen arbeiten wollen:

Schade ist jedoch, dass auch hier Apps fehlen, die den S-Pen unterstützen. Eine App wie Paper wäre für das Samsung Galaxy Note wie prädestiniert, doch leider sucht man aktuell noch vergeblich.

Fazit

Das Samsung Galaxy Note 10.1 hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Einerseits ist es leicht, sehr schnell und bietet ein ordentliches Display, welches aber auch nicht begeistert. Andererseits ist vor allem die App-Situation traurig: Es gibt kaum Apps, die für Android angepasst sind; Ein Umstand, den Google zu verantworten hat, nicht Samsung.

Bei einer Sache ist das Samsung Galaxy Note 10.1 jedoch wirklich unschlagbar: Dem S-Pen. Wer diesen beruflich oder privat nutzen will, der wird kein besseres Tablet mit einem Stylus finden. Alle anderen sollten die Vor- und Nachteile des Galaxy Note 10.1 für sich persönlich abwägen.

Mein ausführlicher Video-Testbericht

0 1 2593 13 Dezember, 2012 Featured, Reviews, Samsung, Video Dezember 13, 2012

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Hi, ich bin Daniil und ich betreibe TBLT.de. Es ist meine Leidenschaft über Technik zu bloggen und mit euch darüber zu diskutieren! +

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