Selbstfahrendes Auto: Ford Focus & adaptive Geschwindigkeitsregelanlage
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Selbstfahrendes Auto: Ford Focus & adaptive Geschwindigkeitsregelanlage

Ford Focus

Selbstfahrende Autos, eine Utopie des 20. Jahrhunderts? Der Schein trügt, denn selbstfahrende Autos sind gar nicht so weit entfernt, wie einige denken. Bereits heute sind sie auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Ja, richtig! Diverse Assistenzsysteme ermöglichen es mittlerweile, die Füße von den Pedalen zu nehmen und die Hände vom Lenkrad wegzulassen. Ich hatte die Gelegenheit eines dieser Autos, den Ford Focus inklusive diverser Helferlein, in einer spannenden Probefahrt zu (er)fahren.

Von außen sieht der Wagen zunächst gewöhnlich aus. Silbern, das Design ist nicht weiter auffällig. Keine Schönheit, aber auch nichts potthässliches, durchschnittlich eben. Interessant wird es jedoch beim genauen Hinsehen, denn dann verbergen sich kleine Details, die mich herzlich erfreut haben. So zum Beispiel die Gummilippe an der Türkante, die automatisch beim Türaufgehen ausfährt und beim Schließen wieder einfährt – eine clevere Idee, die mich begeistert hat (auf die kleinen Dinge kommt es eben an).  Ford Gummilippe

Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage – ein intelligenter Tempomat

Doch was mich richtig begeistern konnte, waren die zahlreichen elektronischen Hilfen, die der Focus eingebaut hatte. Zunächst die Rückfahrkamera, die einem je nach Lenkeinschlag anzeigt, wie man in etwa in die Lücke reinfahren wird. Die Richtung wird dabei mit zwei weißen Linien symbolisiert. Durchaus eine feine Sache, wie man hier die Rückfahrkamera sinnvoll erweitert hat.

Spannend für mich auch das völlig automatische Einparken. Der Wagen erkennt auch beim schnelleren Vorbeifahren die Lücken und lenkt völlig automatisch in den Parkplatz – das einzige was man tun muss: Kuppeln und Bremsen. Und ja, das Auto steht danach wirklich perfekt in der Lücke.

Mein Highlight – der Spurassistent und Abstandshalter. Der Spurassistent kann wahlweise nur durch Töne und Vibrationen am Lenkrad warnen, aber auch selber in das Lenkrad sanft eingreifen und somit das Auto in der Spur halten. Blogger-Kollege Robert (der mir diese Probefahrt ermöglicht hat) erzählte mir noch, es gäbe Autos mit einem noch früheren Eingreifen – das Auto bliebe also immer in der Mitte der Spur. Im Focus war es allerdings nur ein nachkorrigieren, der Wagen eierte also leicht in der Spur, trotzdem: beeindruckend!

Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage in Verbindung mit dem Spurassistenten war jedoch die Krönung. Man kann einfach wie bei einem Tempomaten durch das Gaspedal oder Tasten das Tempo vorgeben, das der Wagen halten soll. Zusätzlich kann man aber auch in vier Stufen angeben, wieviel Abstand zum Vordermann gehalten werden soll. Nähert man sich also einem Vordermann, so bremst der Wagen automatisch ab und hält den gewünschten Abstand. Will man die Spur wechseln und ihn überholen – kein Problem, das Tempo wird wieder automatisch erhöht.

Fazit

Der automatische Abstandshalter in Verbindung mit dem Spurassistenten hat es mir dann auch tatsächlich ermöglicht völlig Hände und Füßefrei auf der Autobahn mit 140km/h dahinzugleiten. Da sind sie also – die selbstfahrenden Fahrzeuge. Wenn ihr die Möglichkeit habt, selbst so ein Serienfahrzeug zu erleben – nutzt das unbedingt und ihr werdet sicher staunen. Ich bin baff und schwer begeistert! Genial!

Vielen Dank an Robert (buzzriders.com) für diese Gelegenheit und den genialen Tag – es hat super viel Spaß gemacht! Bei ihm im Blog findet ihr übrigens weitere interessante Berichte vor allem zum Thema Zukunftstechnologien im Bereich Autos (Klickpflicht!). Auch Ulrike (kulturzweinull.eu) und Sandra (shamani.de) haben auf der Auto-Couch Platz genommen und ihre Eindrücke verbloggt.

0 6 42490 10 April, 2013 Ford, Video April 10, 2013

Autoreninfo

Hi, ich bin Daniil und ich betreibe TBLT.de. Es ist meine Leidenschaft über Technik zu bloggen und mit euch darüber zu diskutieren! +

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2 Pingbacks/Trackbacks

  • Sandra

    Schöner Bericht :) Ich durfte den Kleinen ja vorgestern auch fahren, und mir war es zuviel bling-bling. Ich träume von einer Bedienerführung wie bem iPhone: Selbsterklärend, intuitiv, Sicherheit vermittelnd. Aber das wird sicher kommen.

    • Danke dir. :)

      Ich fand es auch definitiv zu unübersichtlich in der Multimedia-Abteilung. Hatte unter anderem deswegen auch gestern mit Ford gesprochen, die mir entgegneten, dass demnächst auch auf Touchscreens gesetzt wird.

      Spannend auch: Ab Ende des Jahres wird man seine Smartphone-Apps mit den Tasten und per Sprache bedienen können.

      • Christian

        Hallo!

        Da ich ab morgen selbst einen Ford Focus Tunier in Titanium Ausstattung mit Ecoboost 1.0 und 125 PS mein eigen nennen darf, würde mich Deine Aussage zu den Smartphone-Apps genauer interessieren.
        Wurde Dir auch gesagt ob das dann nur für Neufahrzeuge verfügbar sein wird. Oder wird die Funktion für Fahrzeugen die es noch nicht ab Werk an Bord per Software Update auch verfügbar sein?

        • Die App-Funktionalität kommt zuerst bei den neuen Modellen wie dem Ecosport, soll aber nach und nach den Weg auch in die aktuellen Modelle per Update finden. Welche genau wollte man mir nicht sagen. Es wird aber wahrscheinlich über den Fordhändler/Werkstatt laufen.

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