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LG G2 im Test – das beste Android-Smartphone

Gesamtpunktzahl4.5
  • Design & Verarbeitung
  • Hardware
  • Software
  • Akkulaufzeit
  • Preis
  • Das LG G2 ist im Moment das beste Android-Smartphone. Es ist schnell, hat eine ausgezeichnete Kamera und eine sehr gute Akkulaufzeit. Wer ein Top-Smartphone haben möchte, dem kann ich das LG G2 sehr empfehlen.

Anfang August wurde das LG G2 in New York vorgestellt, ein Top-Smartphone aus Südkorea, das es mit Bestsellern wie dem Samsung Galaxy S4 oder dem HTC One aufnehmen will. Dabei verbaut LG die neueste Prozessorgeneration, setzt bei der Kamera als erster im Android-Bereich auf optische Bildstabilisierung und setzt auf einen 3000mAh großen Akku. Ob der Frontalangriff klappt und das LG G2 im Alltag überzeugt?

Verarbeitung und Materialwahl

Das LG G2 besteht vorne aus einer Gorilla Glas Scheibe, die wie beim Nexus 4 am Rand nahtlos in das Gehäuse übergeht. Die Rückseite des LG G2 besteht aus Kunststoff, der ein Carbon-ähnliches Muster aufweist, das je nach Licht eine gewisse „Tiefe“ aufweist. Durch die glänzend lackierte Rückseite werden Fingerabdrücke magisch angezogen, dafür überzeugt jedoch die Verarbeitung. Spaltmaße oder eine wackelige Abdeckung sucht man vergebens, das Gehäuse ist hervorragend verarbeitet und fühlt sich hochwertiger an als ein Galaxy S4. Apropos Abdeckung, diese lässt sich nicht entfernen, der Akku ist also fest eingebaut. Dadurch konnte LG auch die Wölbung des Gehäuses gut nutzen, um einen noch größeren Akku einbauen zu können.

Das LG G2 hat eine Besonderheit: Der Standby- sowie die Lautstärketasten befinden sich auf der Rückseite, sodass die Seiten komplett tastenfrei bleiben. Bequem? Man gewöhnt sich wirklich schnell daran und sucht diese dann bei anderen Smartphones vergeblich. Es ist in der Regel wirklich bequem mit dem Zeigefinger das Display ein und auszuschalten. Nur Screenshots (Power & Leisertaste) sowie der Kameraauslöser (Leisertaste) sind etwas krampfhaft zu bedienen. Diese Funktionen nutzt man aber recht selten, sodass insgesamt die Tasten auf der Rückseite sehr praktisch sind.

Nun fragt ihr euch vielleicht, wie macht man das Display an, wenn das Handy auf dem Tisch liegt? Ein Doppeltippen reicht aus, damit es aufwacht. Genauso kann man zum Ausschalten doppelt auf die Benachrichtigungsleiste tippen oder alternativ auf einen freien Bereich auf dem Homescreen. Sehr praktisch.

Display

Spätestens seit dem Nexus 4 wissen wir: LG kann hervorragende Displays bauen und das G2 ist keine Ausnahme. Mit einer FullHD Auflösung von 1080 x 1920 Pixel bei 5,2 Zoll ist das Display wirklich sehr scharf, bei einer PPI von 423 erkennt man keine einzelnen Pixel mehr. Die IPS-Technologie sorgt für weite Blickwinkel und realistische Farben, doch auch die Schwarzwerte können überzeugen und weiß ist auch wirklich weiß. Ein Highlight ist auch der 2,65mm dünne Displayrahmen. Insgesamt gehört das Display zu den besten, die es derzeit gibt.

Hardware – „Das LG G2 ist das flüssigste Android-Smartphone“

Die Hardware des LG G2 spielt auf jeden Fall ganz oben mit. Mit dem Snapdragon 800 Chip, der eine Quadcore CPU mit jeweils 2,3GHz und eine schnelle Adreno 330 GPU beherbergt, ist das Smartphone immer schnell. In Benchmarks spielt das G2 seine Stärken klar aus und befindet sich je nach Benchmark unter den Top 2 Smartphones, oft auch auf Platz 1. Viel wichtiger ist jedoch die Geschwindigkeit im Alltag. Alle Animationen auf dem LG G2 sind flüssig, es kam nie vor, dass etwas ruckelte oder stotterte. Durch den 2GB großen Arbeitsspeicher sind Appwechsel schnell und Multitasking ist problemlos möglich. Auch für die neuesten Spiele ist das Smartphone der Koreaner super geeignet. Um es kurz zu sagen: Das LG G2 ist das schnellste und flüssigste Android-Smartphone, das ich je erlebt habe.

Aber auch die Akkulaufzeit des 3000mAh Akkus kann überzeugen. Mit einer Akkuladung schaffte das LG G2 einen kompletten anstrengenden Tag, das heißt surfen, push-eMails abrufen, chatten, Musikstreams hören, sodass am Ende des Tages das Display insgesamt 5 Stunden an war. Ein Samsung Galaxy S4 schaffte bei mir im Vergleich nur etwa 3-3,5 Stunden. Wenn man das G2 also durchschnittlich benutzt, kann man auch 2 Tage mit dem Akku auskommen. Ein sehr guter Wert.

Erfreulicherweise unterstützt das LG G2 auch LTE der Kategorie 4 in allen in Deutschland genutzten Bändern, sodass Download-Geschwindigkeiten bis zu 150MBit/s möglich sind. Auch sonst ist der Empfang des LG G2 gut. An Stellen, wo ich mit dem Samsung Galaxy S4 keinen LTE Empfang hatte, konnte man mit dem LG G2 noch schwaches LTE empfangen. Die Sprachqualität ist klar und sauber, man wird am anderen Ende gut verstanden.

Software

Die Software des LG G2 hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits ist sie nicht sehr ansehnlich, bietet dafür aber sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und einige nützliche Features.

So kann man zum Beispiel den SMS-Hintergrund und die Form der SMS-Blasen einstellen, zwischen einem bunten Theme und einem noch verspielteren Theme wählen, die Übergangsanimationen einstellen und vieles mehr. Ja, man kann sogar die Icons verändern, den Hintergrung von Ordnern und der App-Liste ändern oder die Matrix, in der die Apps dargestellt werden von 5×5 auf 4×5 vergrößern. Es sind so viele Möglichkeiten vorhanden, da fragt man sich: Warum hat LG nicht die Möglichkeit gegeben, erstens ein ruhiges und stilvolles Aussehen aussuchen zu können und zweitens, warum kann man keine eigenen Themes erstellen?

Kommen wir zu den nützlichen Features. LG hat vor allem an die Einhand-Bedienung gedacht, denn so kann man die Tastatur nach rechts oder links verkleinert darstellen, um mit dem Daumen besser ranzukommen. Auch kann man das Benachrichtigungsmenü per eigenem Softbutton runter und hochschnappen lassen. Im Benachrichtigungsmenü gibt es Schnellzugriffe, sog. Toggles, für die üblichen Funktionen wie WLAN, GPS etc., diese kann man anpassen und unbenutzte Toggles entfernen und die Reihenfolge verändern. Auch 3 LG-eigene Features sind dort zu sehen, die ich genauer erläutern möchte.

Mit Quick Memo ist es möglich eine Notiz direkt auf den Bildschirm zu kritzeln. Dabei wird entweder ein Screenshot erstellt oder man blendet einen Hintergrund ein. Ebenso hat man eine Auswahl an Stiften und Farben und kann die Notiz speichern und als Bild versenden. Zunächst ist es etwas ungewöhnlich mit dem Finger zu schreiben, man gewöhnt sich jedoch daran.

Q Slide ermöglicht wie auf dem Computer Apps in kleinen Fenstern zu öffnen. Maximal zwei Fenster auf ein Mal sind möglich, die Größe und Transparenz kann man einstellen. Wie oft habe ich es genutzt? Nie. Nicht zuletzt gibt es noch Quick Remote, eine Infrarot-Fernbedienung für den Fernseher oder Bluray-Player, die auch wirklich gut funktioniert. Somit spart man sich die Suche nach der Fernbedienung.

Mit 2GB Arbeitsspeicher ist das LG G2 auch für Multitasking gut geeignet und so gibt es die Funktion „Zur Seite gleiten“. Diese ermöglicht es bis zu drei Apps im Hintergrund weiterlaufen zu lassen, also nicht wie bei Android sonst üblich einzufrieren. Auch diese Funktion habe ich selten benutzt, der Android Multitasking-Manager, der über einen langen Homebuttondruck erreichbar ist, reicht mir vollkommen.

Doch es sind wie immer die kleinen Dinge, die mein Herz erwärmen. Wirklich gut fand ich, dass eingehende SMS oben links eingeblendet werden und sofort beantwortet werden können. Praktisch war auch, dass beim Einstöpseln der Kopfhörer unten eine Liste mit Apps erscheint, die mit Kopfhörern oft verwendet werden. Auch diese Liste kann man wie so vieles anpassen. Nützlich finde ich auch die App LG Backup, mit der es möglich ist, ein komplettes Backup des Smartphones einmalig oder automatisch in einem bestimmten Abstand zu erstellen.

Kamera

Der 13 Megapixel Kamerasensor ist sehr gut und macht Fotos mit 13 Megapixeln im 4:3 Format oder mit 10 Megapixeln im 16:9 Format. Die Software ist übersichtlich gestaltet und bietet einige schnelle Einstellungsmöglichkeiten wie diverse Szenenmodi, die auf einen Blick sichtbar sind. Gefehlt hat mir einzig nur der Wasserfall-Modus, der z.B. im Samsung Galaxy S4 Einzug fand und Wasserfälle durch eine längere Belichtungszeit schöner darstellt. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Für geübtere gibt es die Möglichkeit sowohl den Weißabgleich als auch ISO-Wert und auch den Fokus manuell einzustellen – vor allem letzteres finde ich super. Bei Tag sind die Bilder mit dem LG G2 sehr gut, doch auch bei Nacht sind sie dank des optischen Bildstabilisators gut, sodass längere Belichtungszeiten möglich sind. Letzterer ist aber vor allem für Videos von großem Vorteil, da dadurch Wackler zum Beispiel beim Laufen vermieden werden. Videos kann man übrigens in 1080p bei maximal 60 Bildern in der Sekunde aufnehmen, woraus man coole Slow-Motion-Aufnahmen machen kann. Aber Achtung, auf dem Smartphone werden die Videos in normaler Geschwindigkeit abgespielt.

Insgesamt gehört die Kamera des LG G2 durch den optischen Bildstabilisator und eine gute Optik zu den besten im Android-Segment und hat mich überzeugt.

Fazit

Das LG G2 ist ein ausgezeichnetes Smartphone, ja meiner Meinung nach sogar das beste, das ihr derzeit kaufen könnt. Trotz des größten Displays seiner Klasse ist es kompakt wie ein Galaxy S4, die Kamera ist ausgezeichnet, die Geschwindigkeit ist nicht zu schlagen und auch die Akkulaufzeit ist im Vergleich zum HTC One und Galaxy S4 super. All diese Punkte wiegen für mich das Aussehen der Benutzeroberfläche wieder auf, an die ich mich mittlerweile gewöhnt habe. Ja, das LG G2 ist im Moment das beste Android-Smartphone.

LG G2 Smartphone (5,2 Zoll (13,2 cm) Touch-Display, 16 GB Speicher, Android 4.2) schwarz

Price: EUR 238,00

4.1 von 5 Sternen (841 customer reviews)

3 used & new available from EUR 89,99

 

0 21 538850 30 September, 2013 LG, Reviews, Video September 30, 2013

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