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Testbericht: Huawei Ascend Mate

Gesamtpunktzahl4
  • Design & Verarbeitung
  • Hardware
  • Software
  • Akkulaufzeit
  • Preis
  • Das Huawei Ascend Mate ist ein recht günstiges Smartphone in Übergröße mit einer riesen Akkulaufzeit.

Der Trend geht schon seit Langem zu großen Smartphones. Mit dem Ascend Mate hat Huawei ein 6 Zoll großes Phablet vorgestellt, welches über ordentlich Leistung und einen super Akku verfügt.

Design und Verarbeitung:

Das erste, was am Huawei Ascend Mate auffällt, ist die schiere Größe des 6,1 Zoll großen Displays. Ansonsten wirkt das Ascend Mate schlicht, ja beinahe schon langweilig. Auf der Frontseite befindet sich nur das Display, eine Frontkamera, sowie der Schriftzug HUAWEI. Auf der Rückseite befindet sich die 8 Megapixel Kamera, sowie ein LED-Blitz. Auch hier hat sich Huawei mit einem dezentem Logo verewigt. Auf der rechten Seite befindet sich der An/Ausschalter, sowie die Lautstärkewippe. Die Tasten haben einen leichten und sehr angenehmen Druckpunkt.
Obwohl Huawei beim Ascend Mate fast ausschließlich auf Kunststoff setzt, fühlt sich das Smartphone wertig an. Nichts knarzt und quietscht, Huawei hat also bei der Verarbeitung sehr gute Arbeit geleistet. Die Rückseite besitzt eine Softtouch-Oberfläche, welche für eine sehr angenehme Haptik sorgt. Mit seinen Maßen von 16,3 x 8,5 x 9 Zentimeter und einem Gewicht von 198 Gramm ist das Mate nicht unbedingt das leichteste und filigranste Smartphone. (Zum Vergleich: Das iPhone 5S hat Maße von 12,4 x 5,9 x 0,76 cm und wiegt nur 112 Gramm.)

Durch die enorme Größe des Ascend Mate ist eine Einhand-Bedienung fast ausgeschlossenen. Die ganze Angelegenheit wird hier nämlich sehr wackelig, so dass ich schnell auf solche Experimente verzichtet habe. Schließlich will ich das Testgerät nicht kaputt zurückschicken.

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Hardware

Beginnen wir mit der größten Komponente des Smartphones, dem Display. Obwohl das IPS-Display eine Größe von 6,1 Zoll aufweisen kann, versammeln sich auf diesem nur 1280*800 Pixel. Daraus resultiert eine Pixeldichte von rund 247 ppi. Das ist sicherlich kein schlechter Wert, allerdings merkt man den Unterschied zu einem LG G2 deutlich. Während man bei einem LG G2 dank der Pixeldichte von 443 ppi keine Pixel mehr erkennen kann, fallen beim Huawei Ascend Mate Treppenbildungen auf. Zwar ist dies durchaus ärgerlich, fällt aber im Alltag nicht unbedingt auf. Was aber auffällt ist das mit 516 Cd/m² sehr helle Display. So ist ein Bedienen selbst in der Sonne gut möglich.

Kommen wir nun aber zum Herzstück des Smartphones: Dem Prozessor. Verbaut ist ein selbst entwickelter Quad-Core-Prozessor K3V2 mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz, der von 2GB RAM unterstützt wird. Diese Kombination bringt dem Ascend Mate ordentliche 15.942 Punkte im AnTuTu Benchmark ein. Allerdings braucht man meiner Meinung nach nicht viel auf diese Benchmarks geben. Wichtiger ist die Geschwindigkeit im Alltag und diese ist mehr als ordentlich. Beim Scrollen durch verschiedene Webseiten oder beim spielen von 3D-Games wie Need for Speed Most Wanted oder Riptide GP konnte ich keine großartigen Ruckler feststellen. Allerdings kommt die Performance natürlich nicht an die des LG G2 ran. Nichts desto trotz hat sich Huawei auch hier keine groben Schnitzer erlaubt.

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Kommen wir nun zum internen Speicher. Dieser ist mit 8 Gb sehr mickrig. Vor allem stehen dem Benutzer davon nur knappe 4,5 Gb zur Verfügung. Wenigstens lässt sich der Speicher mit einer MicroSD-Karte um bis zu 64Gb erweitern.

Der letzte Punkt auf den ich eingehen möchte ist der Akku. Dieser ist zwar fest verbaut, aber trotzdem einfach nur der Wahnsinn. Die Kapazität beträgt sage und schreibe 4050 mAh. Zum Vergleich: Der Akku des iPhone 5S von Apple muss mit gerade mal 1570 mAh auskommen.
Natürlich frisst das Display des Huawei Ascend Mate ziemlich viel Strom. Dennoch habe ich das Gerät nur alle 2 bis 3 Tage ans Ladegerät anstecken müssen. Beim iPhone muss ich das täglich.

Software

Als Basis dient Android 4.1.2, davon bekommt man allerdings nicht sehr viel mit, da auch Huawei auf einen Custom-Launcher setzt. Dieser nennt sich Emotion UI 1.5 und verzichtet auf einen App-Drawer. Dadurch soll die Bedienung für Anfänger einfacher sein. Apple setzt auf das Konzept ohne App-Drawer seit der Vorstellung des ersten iPhone im Jahr 2007. Man kann sich darüber streiten ob das Sinn macht oder nicht. Für alle, die über den Begriff App-Drawer stolperten: Als App-Drawer bezeichnet man die Liste in der alle installierten Apps aufgelistet sind.

Darüber hinaus hat die Emotion UI 1.5 einige Anpassungsmöglichkeiten an Bord. So sind 16 verschiedene Design-Themen vorinstalliert. Diese haben unmittelbaren Einfluss auf die Schriftart und die Anzeige der Apps. Außerdem hat man die Möglichkeit, zwischen 9 verschiedenen Übergangs-Animationen zu wählen.

Kamera

Mittlerweile ist die Kamera eines der wichtigsten Features eines Smartphones. Huawei hat an dieser Stelle dem Ascend Mate eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite spendiert. Die Qualität der Kamera geht durchaus in Ordnung. Allerdings sinkt die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen rapide. Hier tritt ein störendes Rauschen auf. Die Kamera-App verwendet standardmäßig eine intelligente Automatik, die in fast allen Situationen auch die richtigen Einstellungen getroffen hat. Alternativ gibt es auch die Szenenmodi „Aktion“, „Portrait“, „Landschaft“ oder “Normal”. Zudem gibt es auch Features wie Panorama, HDR und Serienbild. Sogar ein Lächeln kann die Kamera erkennen und aufnehmen.

Videos können in FullHD aufgezeichnet werden. Bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen kommt es zu ziemlich starkem Rauschen. Der Ton ist recht klar und durchaus brauchbar.

Fazit

Mit dem Ascend Mate ist Huawei der Sprung auf den Phablet-Markt durchaus gelungen und das Mate kann in der Liga der “Großen” mitspielen. Zwar hat das Phablet einige Schwächen wie eine mittelmäßige Kamera und eine kleinen internen Speicher, kann dies aber durch die enorme Akkulaufzeit wieder wett machen. Der Preis des Mate beträgt aktuell rund 300 Euro. Dafür bekommt man ein grundsolides Phablet in Übergröße. Allerdings solltet ihr unbedingt in einen Elektronikladen gehen und das Ascend Mate in Natura betrachten, denn das Mate ist verdammt groß.

 

0 0 60800 12 November, 2013 Reviews, Smartphones, Video November 12, 2013

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