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LG G Pad 8.3 im Test

Gesamtpunktzahl4.5
  • Design & Verarbeitung
  • Hardware
  • Software
  • Akkulaufzeit
  • Preis
  • Das LG G Pad 8.3 ist ein hervorragendes Android-Tablet, das durch ein schlankes und edles Gehäuse, ein kristallklares Display und viel Leistung besticht.

Das LG G Pad 8.3 ist seit langem wieder ein Tablet von LG. Es verspricht ein hochauflösendes Display, eine lange Akkulaufzeit und trotzdem ein kompaktes, leichtes und hochwertiges Gehäuse.  Wir haben das LG G Pad 8.3 getestet und sagen euch, ob es hält, was es verspricht.

Hochwertiges, leichtes Gehäuse

Das LG G Pad 8.3 besteht vorne aus einer Gorilla Glas Scheibe, die das Display gut vor Kratzern schützt. Der Rahmen sowie zwei Elemente auf der Rückseite sind aus einem stabilen, matten Kunststoff gefertigt. Die Rückseite besteht aus gebürstetem Aluminium, der sich kühl und hochwertig anfühlt. Nimmt man das LG G Pad in die Hand, so ist man angenehm überrascht wie leicht es ist – es wiegt lediglich knapp 340 Gramm und somit genauso viel wie ein iPad mini retina.

Der microSD-Anschluss auf der Oberseite ist leicht zugänglich und auch die Tasten auf der rechten Seite sind angenehm zu drücken. Zusätzlich gibt es auf der Oberseite einen 3,5mm Kopfhörerausgang sowie einen Infrarotport, womit ihr den Fernseher steuern könnt. Auf der Rückseite sind die zwei Stereolautsprecher angebracht, was den Vorteil hat, dass man diese beim Spielen nicht mit den Händen verdeckt. Leider klingen sie etwas dünn und verzerren bei hohen Lautstärken gerne.

Mit einer 8,3 Zoll Diagonale und dem geringen Gewicht ist das LG G Pad 8.3 angenehm auch für längere Zeit in einer Hand haltbar. Längeres Lesen oder Videos Schauen ist also gut möglich. Durch die solide Bauweise und die Aluminiumrückseite ist es eines der hochwertigsten Android-Tablets auf dem Markt.

Kristallklares Display

Das Display ist eine der wichtigsten Komponenten in einem Tablet und hier spielt LG seinen Vorteil gut aus. Im G Pad ist ein 1080×1920 Pixel auflösendes FullHD Display mit einer Diagonale von 8,3 Zoll verbaut. Es ist ein hochwertiges IPS-Panel, das weite Blickwinkel und satte und natürliche Farben ermöglicht. Dazu ist es hell und dadurch vergleichsweise gut draußen ablesbar, was aber nicht heißt, dass es für längere Zeit Spaß macht, das spiegelnde Display draußen zu benutzen. Die hohe FullHD Auflösung im LG G Pad liefert scharfe Schriften, sodass man ermüdungsfrei längere Texte lesen kann. Durch das 16:9 Format ist das G Pad aber auch für Filme besonders gut geeignet.

Das LG G Pad ist performant

Im LG G Pad 8.3 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 600 Prozessor mit vier Kernen und 1,7GHz, womit nicht das leistungsstärkste Modell verbaut ist. Den Unterschied zum starken Snapdragon 800 merkt man nur im direkten Vergleich zum Beispiel mit dem LG G2, wo Apps noch einen Tick schneller öffnen und Webseiten einen Müh schneller geladen werden. Trotzdem ist das LG G Pad 8.3 schnell und die Bedienung läuft flüssig und meist ohne Ruckler, nur ab und zu scheint es eine Gedenksekunde zu brauchen. Auch aufwendigere Apps öffnen ohne Verzögerung, sodass es Spaß macht, das Gerät zu bedienen. Für den schnellen Wechsel zwischen Programmen sorgt auch der 2GB große Arbeitsspeicher. Wer gerne mit dem LG G Pad spielen möchte, der wird auch nicht enttäuscht. Die integrierte Grafikeinheit ist schnell und sorgt für weiche Animationen. Schaut euch dazu am besten mein Gaming-Video an.

Der 16GB große Speicher lässt sich mit microSD Karten um weitere 64GB erweitern, sodass man genug Platz für Musik, Filme und andere Dateien hat. 11GB stehen dem Nutzer nach der Einrichtung des Tablets frei zur Verfügung. Dazu kann man mit Hilfe eines USB-OTG Kabels auch USB-Sticks anschließen und mit dem Dateimanager durch Ordner und Dateien navigieren. Praktisch: Beim Einstecken eines USB-Sticks erscheint unten eine personalisierbare Leiste mit passenden Apps, um auf den Stick zugreifen zu können. Man kann übrigens auch Microsoft-Office Dateien öffnen und bearbeiten, dafür ist die App Polaris Office vorinstalliert.

Wie auch beim LG G2 hat LG einen Infrarot-Sender auf der Oberseite verbaut, der es ermöglicht Fernseher und BluRay/DVD-Player zu steuern. Vor allem durch das integrierte Widget in der Benachrichtigungszeile finde ich diese Funktion sehr praktisch und nutze sie in der Tat sehr oft, denn meist liegt das Tablet in der Hand, während man die Fernbedienung noch suchen muss.

Wer gerne mit dem LG G Pad fotografieren möchte, dem steht eine 5 Megapixel Hauptkamera mit Autofokus und eine 1,3MP Frontkamera zur Verfügung. Während die Kamera auf der Front nur für Videochats taugt, kann man mit der rückseitigen Cam durchaus brauchbare Fotos schießen – viel Licht und eine ruhige Hand vorausgesetzt. Denn die Bilder verwackeln recht schnell und werden im Dunkeln dazu auch noch verrauscht. Meiner Meinung nach kein großer Minus-Punkt, für Schnappschüsse am Tag reicht sie aus.

Software mit nützlichen Features

Auf dem LG G Pad 8.3 läuft Android 4.2.2 sowie eine sehr angepasste Benutzeroberfläche von LG. Das Design und viele Funktionen wurden vom LG G2 übernommen, daher verweise ich hier auf meinen Testbericht zum LG G2. Auch beim LG G Pad kann man sehr viele Einstellungen treffen.

Im Benachrichtigungsmenü gibt es Schnellzugriffe, sog. Toggles, für die üblichen Funktionen wie WLAN, GPS etc., diese kann man anpassen und unbenutzte Toggles entfernen und die Reihenfolge verändern. Auch 3 LG-eigene Features sind dort zu sehen, die ich genauer erläutern möchte.

Mit Quick Memo ist es möglich eine Notiz direkt auf den Bildschirm zu kritzeln. Dabei wird entweder ein Screenshot erstellt oder man blendet einen Hintergrund ein. Ebenso hat man eine Auswahl an Stiften und Farben und kann die Notiz speichern und als Bild versenden. Zunächst ist es etwas ungewöhnlich mit dem Finger zu schreiben, man gewöhnt sich jedoch daran. Q Slide ermöglicht wie auf dem Computer Apps in kleinen Fenstern zu öffnen. Maximal zwei Fenster auf ein Mal sind möglich, die Größe und Transparenz kann man einstellen. Wie oft habe ich es genutzt? Kaum.

Mit 2GB Arbeitsspeicher ist das LG G Pad 8.3 auch für Multitasking gut geeignet und so gibt es die Funktion “Zur Seite gleiten”. Diese ermöglicht es bis zu drei Apps im Hintergrund weiterlaufen zu lassen, also nicht wie bei Android sonst üblich einzufrieren. Auch diese Funktion habe ich selten benutzt, der Android Multitasking-Manager, der über einen langen Homebuttondruck erreichbar ist, reicht mir vollkommen.

Doch es sind wie immer die kleinen Dinge, die mein Herz erwärmen. Praktisch war auch, dass beim Einstöpseln der Kopfhörer unten eine Liste mit Apps erscheint, die mit Kopfhörern oft verwendet werden. Auch diese Liste kann man wie so vieles anpassen. Nützlich finde ich auch die App LG Backup, mit der es möglich ist, ein komplettes Backup des Tablets einmalig oder automatisch in einem bestimmten Abstand zu erstellen.

Wer ein Android Smartphone besitzt, für den hat LG Q Pair entwickelt – eine App, die Handy und Tablet verbindet. Dabei werden Benachrichtigungen für eingehende Anrufe, SMS und Social Media Nachrichten, Screenshots sowie die zuletzt benutzten Apps übertragen. Dazu kann man mit einem Klick sein Smartphone als mobilen WLAN Hotspot für das G Pad nutzen, denn es hat leider kein 3G oder LTE eingebaut. Im Alltag funktioniert Q Pair zwar wie es soll, es geht jedoch noch nicht weit genug. Man bekommt zwar auch Whatsapp Benachrichtigungen, kann aber nicht vom Tablet aus darauf antworten; auch Anrufe kann man damit nicht annehmen, muss also das Smartphone suchen. Die Hotspot Funktion sowie der „neuste Anwendungen Sticker“ sind durchaus nützlich, da sie einiges an Arbeit ersparen. Je nach Smartphone funktionieren übrigens nicht alle Features, wer ein G2 hat, ist also im Vorteil alles nutzen zu können. Letztendlich habe ich Q Pair im Alltag nur für den WLAN-Hotspot benutzt.

Obwohl LG sehr viele Funktionen hinzugefügt hat, ist das G Pad immer schnell und lässt sich angenehm bedienen. Wer Apps oder Spiele installieren möchte, kann das natürlich über den Google Play Store machen. Die Auswahl an Tablet-Apps ist stark gewachsen, aber an die Vielfalt des Apple App Stores kommt Google noch nicht heran. Gut, dass auf dem 8 Zoll Bildschirm die meisten Smartphone-Apps noch gut aussehen, sodass man auf nichts verzichten muss.

Großartig ist aber in der Tat das Knock On Feature, mit dem man das Tablet mit einem Doppeltippen aufs Display anschalten kann. Zum Ausschalten einfach doppelt auf die Benachrichtigungsleiste tippen. Wirklich sehr praktisch!

Gute Akkulaufzeit

Trotz der aufwendig angepassten Benutzeroberfläche und des leichten Gewichts hat das LG G Pad dank des sparsamen Prozessors und dem 4600mAh Akku eine gute Akkulaufzeit. Im Filmbetrieb mit ca. 60% Helligkeit hält das LG G Pad ca. 8 Stunden. Beim Surfen im Internet verhält es sich ähnlich.  Bei meiner durchschnittlichen Nutzung, bei der ich meist surfe, PDFs lese und Youtube-Videos schaue, hielt das LG G Pad 8.3 etwa 2-3 Tage. Das ist in Ordnung.

Fazit

Das LG G Pad 8.3 ist ein hervorragendes Android-Tablet, das durch ein schlankes und edles Gehäuse, ein kristallklares Display und viel Leistung besticht. Es macht Spaß, das Tablet in der Hand zu halten, damit im Internet zu surfen oder sich Filme anzuschauen. Wer nach einem kompakten 8 Zoll Tablet sucht, dem kann ich das LG G Pad sehr empfehlen.

0 2 130350 14 Februar, 2014 Allgemein, LG, Reviews, Video Februar 14, 2014

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Hi, ich bin Daniil und ich betreibe TBLT.de. Es ist meine Leidenschaft über Technik zu bloggen und mit euch darüber zu diskutieren! +

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  • mcdirk

    Acht Stunden Display Zeit? Wie hast Du das geschafft. Ich habe das G Pad 8.3 seid zwei Monaten und schaffe durchschnittlich 5 Std. 30 min. Display Time. Du scheinst ein sehr Ressourcen sparendes
    Gerät erwischt zu haben.

    • Eine Aussage über die Akkulaufzeit ist nie einfach zu treffen. Ich weiß nicht mehr, wie die genauen Umstände waren.

      Insgesamt war die Akkulaufzeit gut, aber nicht sehr gut.

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