Ausprobiert: Mit Vodafone Wallet & SmartPass mobil bezahlen
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Ausprobiert: Mit Vodafone Wallet & SmartPass mobil bezahlen

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone wird ja seit den ersten NFC-fähigen Smartphones erwartet. Der Netzbetreiber Vodafone hat jetzt mit Vodafone Wallet und SmartPass in Deutschland als erster ein komplett digitales Angebot gestartet. Im Vergleich zu mpass von o2 (ich berichtete) bietet Vodafone mit der Vodafone Wallet die Möglichkeit ohne NFC-Aufkleber oder ähnliches zu bezahlen und auch das Portemonnaie zu ersetzen. Ich habe heute Vodafone Wallet und SmartPass in Berlin ausprobiert und das sind meine ersten Erfahrungen.

Vodafone SmartPass App

Die Vodafone SmartPass App ist der Kern der Vodafone Wallet, denn damit bezahlt man letztendlich. Am einfachsten kann man sich SmartPass als eine Prepaid-Kreditkarte vorstellen, die im Smartphone gespeichert wird. Um mit dem Smartphone zu bezahlen, legt man es einfach auf das Bezahlterminal an der Kasse und schon ist der Betrag abgebucht. Bis zu einem Betrag von 25€ muss man keine PIN eingeben, ab 25€ erfolgt über das Bezahlterminal eine PIN-Eingabe. Es funktioniert also wirklich wie eine VISA-Karte. Die App muss zum Bezahlen übrigens nicht aufgerufen werden, ja, das Smartphone muss nicht mal eingeschaltet sein. Letztere Funktion kann man übrigens auch deaktivieren, sodass mit einem ausgeschaltetem Handy auch keiner bezahlen kann. Ist das Handy jedoch an, so wird man über die Benachrichtigungszeile sofort über den Betrag der Abbuchung informiert. Die Transaktionsüberwachung funktioniert wirklich gut und ist sehr praktisch, man hat auf einen Blick alle Umsätze parat.

Zusätzlich kann man anderen Nutzern Geld senden und natürlich auch die SmartPass Karte aufladen. Das funktioniert auf vier unterschiedliche Arten. Entweder man überweist klassisch vom Girokonto Geld auf die Karte, tätigt eine Sofortüberweisung über die SmartPass App, lässt einen Betrag von einer anderen Kreditkarte über die App einziehen oder nutzt ein Lastschriftverfahren, das automatisch den Betrag der letzten Transaktion an die SmartPass überweist. Somit bleibt man mit dem SmartPass immer auf dem gleichen Kontostand, hat dafür aber bei vielen Bezahlvorgängen auch entsprechend viele Positionen später auf dem Kontoauszug.

 

Nicht zuletzt bekommt man eine echte Vodafone Prepaid-Kreditkarte, mit der man an Automaten weltweit Geld abheben kann. Vodafone Smartpass ist derzeit für Android und iOS verfügbar. Mittlerweile sind 12 Android Smartphones für SmartPass zertifiziert, darunter das Samsung Galaxy S3, S4 und HTC One. Diese können komplett nur mit der SmartPass und Wallet App mobil bezahlen. Beim iPhone und anderen Smartphones ist es anders, da wird nämlich ein NFC-Aufkleber benötigt, der hinten auf das Handy angebracht wird. Übrigens, man muss nicht unbedingt Vodafone Kunde sein, um SmartPass nutzen zu können. Wer SmartPass mit anderen Netzbetreibern nutzen möchte, ist allerdings auf den NFC-Sticker angewiesen.

Vodafone Wallet – ein digitales Portemonnaie

Mit der Vodafone Wallet App möchte Vodafone das Portemonnaie ersetzen. Die App, die derzeit nur für Android-Smartphones zur Verfügung steht, soll alle wichtigen Karten zusammenfassen. Darunter sollen in naher Zukunft diverse Bankkarten, Loyalty-Karten wie Miles & More oder IKEA Family aber auch Tickets für den ÖPNV oder ähnliches dort abgespeichert werden können. Man wird also irgendwann seine eigene Kreditkarte seiner Bank dort hinterlegen können und dann mit dem Smartphone zahlen können. Dafür muss aber die eigene Bank mit Vodafone zusammenarbeiten. Übrigens, die Daten werden auf einer speziellen NFC-Simkarte, die seit Oktober ausgeliefert wird und auch kostenlos beantragt werden kann, gespeichert. Das heißt, dass Vodafone keinen Zugang zu den Transaktionen hat und somit kein Einkaufsprofil erstellen kann. Der Speicher auf der SIM-Karte kommuniziert nur mit der Bank, nicht mit Vodafone.

Vodafone Wallet Akzeptanzstellen

Wo kann ich damit bezahlen?

Es geht endlich voran mit dem mobilen Bezahlen! Mit etwa 40.000 Akzeptanzstellen deutschlandweit, darunter vielen großen Ketten wie ARAL, Kamps, Starbucks etc. wird Bezahlen per NFC endlich Realität. Ob NFC-Zahlung akzeptiert wird, erkennt man an dem Funksymbol am Bezahlterminal und auch oft an Aufklebern am Eingang oder an der Kasse. Oft wissen die Verkäufer übrigens nicht, dass so etwas überhaupt möglich ist, letztendlich ist es aber eine gewöhnliche Kartenzahlung, die sie angeben müssen.

SmartPass im ersten Jahr kostenlos

Die Vodafone SmartPass App funktioniert super und es macht wirklich Spaß einfach nur das Handy kurz ranzuhalten und die Rechnung innerhalb von Sekunden und ohne lästiges Kleingeld zu begleichen. Im ersten Jahr ist der Dienst kostenlos, danach kostet er 9,90€ im Jahr. Mehr Informationen gibt es auf der SmartPass Seite auf Vodafone.de

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0 11 398000 20 März, 2014 Smartphones, Tarife März 20, 2014

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2 Pingbacks/Trackbacks

  • Kann man bei SmartPass optional aktivieren, dass man auch bei Beträgen unter 25€ die Zahlung mit einer PIN bestätigen muss? Das klingt für mich so unsicher, als ob man, wenn das System nur etwas mehr verbreitet ist nur mit nem Sende-/Empfangsgerät sich ein paar mal durch eine schön stark gefüllte Einkaufsstraße drängen und überall ein paar Kleinsbeträge abbuchen und schon hat man ordentlich was zusammen. Wie wird das abgesichert?

    • Gute Frage.
      Bei Kreditkarten ist es ja auch so, dass du unter 25€ per NFC keine PIN brauchst.
      Soll ich mal bei Vodafone nachfragen?

      • Was sind denn das für Kreditkarten? Also meine ist nur ein paar Monate alt und ist noch klassisch per Magnetstreifen oder Chip zu nutzen und ich bin auch froh darüber, auch wenn es eine Debitkarte ist wo eh nicht so viel abgebucht werden kann, wenn nichts drauf ist. Wäre aber interessant zu erfahren wie das bei SmartPass abgesichert ist. Ich mein, da muss ja auch nicht unbedingt jemand „nur“ von vielen ein bisschen abbuchen. Wenn das nicht richtig abgesichert ist, könnte ja auch jemand mal eben seine Tasche gefüllt mit einem entsprechenden automatischen Sende-/Empfangsgerät neben die Handtasche einer Frau im Restaurant stellen und dann schön nach und nach das Konto in Kleinstbeträgen leer räumen, während die Besitzerin Nichtsahnend ihren Cafe genießt und dann blöd aus der Wäsche guckt, wenn sie diesen bezahlen will, aber kein Geld mehr auf dem Konto ist. Missbrauchsszenarios gäbe es da also genug.

        • Max

          Wie gesagt, das funktioniert so nicht. NFC ist kein Bluetooth. Siehe oben :)

    • Max

      Das Szenario was du beschrieben hast funktioniert so nicht. Man muss das Gerät wirklich exakt auf dem NFC Reader platzieren, damit eine Transaktion getätigt werden kann. Bei großen Phones übrigens durchaus schwierig, denn man weiß oft nicht, wo das NFC Modul sitzt.

      Außerdem kann man nicht einfach irgend etwas „abbuchen“. Derjenige braucht ein zertifiziertes und registriertes Terminal, ohne geht es nicht. Das Risiko eines Diebstahls, wie von dir beschrieben, ist bei „normalem“ Bargeld wohl genauso hoch wie bei NFC.

      • Bin da auch nicht von Bluetooth ausgegangen sondern von einem Vergleich mit RFID. Da ist es ja auch eher eine Frage der Sende- und Empfangsstärke des Lesegeräts wie groß die Reichweite sein kann. Wenn das bei NFC anders läuft, dann das ja schon etwas beruhigend. Trotzdem würde ich mich wohler fühlen, wenn man auch die Zahlung von kleineren Beträgen weiter absichern könnte.

        • Max

          Absolut, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Eine optionale PIN wäre sehr sinnvoll, allein schon damit sich die Nutzer sicher fühlen.

  • Henrik

    Hallo zusammen,
    also hat Vodafone einen Weg gefunden weitere Informationen über seine Kunde zu sammeln?
    Ich denke, anhand von NFC-Tags kann man dann auch leicht recherchieren, was der Kunde alle konsummiert außerhalb der Vodafone-Welt.
    Das ist ja eine tolle Idee, wenn man überlegt, welche Informationen noch alles auf den NFC-Chip portiert werden können. Krankenkarte, Führerschein, Bibliotheksausweis, ÖPN-Ticket, Steuer-Informationen usw.

    Ich finde NFC ansich eine interessante Sache, nur leider zielen Vodafone, Google usw. im Prinzip auf die privaten Informationen Ihrer Nutzer ab und nichts anderes.

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  • Gast

    Und was ist jetzt der Vorteil? Das man in Zukunft nochmal 9,90 €/a an Vodafone zahlen kann? Und sonst? Ich hab doch schon eine schöne, leichte Karte von meiner Bank zum bezahlen. Abgesichert mit PIN.
    Ich seh da keinerlei echten Nutzen für mich als Konsumenten. Dafür allerdings durchaus Risiken, denn jedes weitere zusätzliche Teil zum bezahlen kann schlicht verlorengehen oder gehackt werden.

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