LG G Flex – Erfahrungen zur gebogenen Form & Flexibilität
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LG G Flex – Erfahrungen zur gebogenen Form & Flexibilität

Das LG G Flex ist neben dem Samsung Galaxy Round das einzige gebogene Smartphone. Zusätzlich ist das G Flex auch noch flexibel. Doch welche Vorteile hat die Form im Alltag? Nach über einem Monat Nutzung möchte ich ein Paar Gedanken dazu loswerden.

Mit einem 6 Zoll großen Bildschirm ist das LG G Flex sehr groß, größer als das Samsung Galaxy Note 3. Das Gehäuse des LG G Flex ist nach außen wie eine Banane gebogen, dadurch ergeben sich einige Vor- und Nachteile. Brechen wir es in drei Kategorien auf.

Bedienung und Handhabung

Wie liegt es in der Hand? Dafür, dass das LG G Flex wirklich sehr groß ist, liegt es verhältnismäßig angenehm in der Hand. Die Biegung mit einem Radius von 700mm führt dazu, dass die Finger sich einfacher an das Gerät schmiegen und die Größe als geringer erscheint. Dazu sind die Tasten auf der Rückseite, genannt Rearkey, gut positioniert, sodass man immer mit dem Zeigefinger auf den Tasten landet.

Auf dem Tisch hat die Biegung den Vorteil, dass das Display nie auf dem Tisch aufliegt und somit vor Kratzern geschützt ist. Liegt das LG G Flex auf der Rückseite, so liegt es durch den vorstehenden Rearkey stabil und wippt nur, wenn es in den oberen Ecken stark runtergedrückt wird. Es wippt also im Normalfall nicht hin- und her. Schwieriger ist es in der Hosentasche. Ich trage meine Smartphones üblicherweise in den vorderen Hosentaschen. In normale Jeans passt das LG G Flex problemlos rein, problematisch ist allerdings die Biegung, weil die obere und untere Kante gegen das Bein drücken. Es ist einfach nicht bequem. Trägt man es in der Gesäßtasche, so macht die Biegung durchaus Sinn, denn man darf sich auf das G Flex auch heraufsetzen. Ein Gewicht von bis zu 100kg hält das G Flex aus. Dazu später mehr, wenn wir zur Flexibilität kommen.

Am Ohr sehe ich übrigens keinen Vorteil. LG behauptet, dass die Sprachqualität dadurch gesteigert wird, dass das Mikrofon durch die Biegung näher am Mund liegt. Einen Unterschied in der Sprachqualität konnte ich im Vergleich zu flachen Smartphones nicht feststellen, auch einen Vorteil beim Komfort habe ich nicht gespürt.

Flexibilität

Das LG G Flex ist das einzige Smartphone, das flexibel ist. Sowohl das Plastik OLED Display als auch der Akku sind flexibel, das Gehäuse allerdings ist nur leicht elastisch. Man kann das LG G Flex also nicht wirklich biegen, sondern eher auf dem Tisch plattdrücken. Ich muss zugeben, es ist wirklich beeindruckend es zum ersten Mal selbst auszuprobieren und zu wissen, dass dieses Smartphone einen enormen technologischen Fortschritt darstellt.

Ist diese Flexibilität im Alltag nützlich? Kaum. Die leichte Flexibilität ist nützlich, wenn man das Gerät in der Gesäßtasche trägt, weil es sich unter dem Druck plattdrückt. Außerdem hat das Plastikdisplay den Vorteil, dass es nicht zerspringen kann.

Videos schauen mit IMAX-Erlebnis

Wart ihr schonmal im IMAX-Kino? Da sind die Leinwände genauso gebogen wie das LG G Flex. Diese leichte Biegung führt dazu, dass Filme eine dreidimensionale Tiefe erhalten und man so einfacher ins Geschehen eintauchen kann.
Beim LG G Flex ist der Effekt ähnlich, aber bei weitem nicht so stark. Man merkt den Unterschied sofort, wenn man ein Video mit dem G Flex betrachtet. Es macht wirklich mehr Spaß damit Videos zu schauen, auch wenn dies vor allem an der Displaygröße liegt.

Fazit

Die bananenartige, flexible Form des LG G Flex hat also durchaus ein Paar Vorteile. Videos haben etwas mehr Tiefe und das Smartphone liegt etwas besser in der Hand. Einen gravierenden Vorteil zu flachen Smartphones kann ich aber nicht feststellen, dazu kommt noch der Nachteil, dass es recht unangenehm in der Hosentasche liegt.

Würdet ihr euch ein gebogenes und flexibles Smartphone kaufen?

0 4 195730 19 März, 2014 LG März 19, 2014

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2 Pingbacks/Trackbacks

  • Jonas

    Toller Artikel! :)

  • Oliver Domenico

    Wieder einmal ein toller Bericht von der Daniel. Weiter so! Um aber kurz auf das LG Flex zu kommen:

    Für mich ist das der angebliche Komfort beim telefonieren keine Argumentation der einen Kauf rechtfertigen würde. Die gebogene Form mag vielleicht ein wenig angenehmer bei telefonieren sein, wenn es die Größe hätte, wie zu seiner Zeit das Nokia 8110 aus dem Jahre 1996.

    Ich als eingefleischter iPhone User war mit meinen 4 Zoll und der Größe der Produktpalette von Apple mehr als zufrieden. Bei mir bricht auch eine neue Zeit des telefonieren an, und so führt mich mein Weg nun auch zu einem sogenannten „Phablet“.

    Dennoch, ich finde 6 Zoll a‘ la Sony Xperia Ultra, HTC One Max etc, viel zu groß um angenehm telefonieren zu können. Das Note 3 halte ich noch für das angenehmste in der Hand.

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