Suchmaschine qwant – erste Eindrücke
Verfasst von

Suchmaschine qwant – erste Eindrücke

Auf einem Launch-Event in Berlin wurde gestern der deutsche Start der Suchmaschine qwant in Deutschland bekannt gegeben. Ich war vor Ort und habe mir die Suchmaschine genauer angesehen. Eins ist klar – es ist das Gegenteil von Google.

Qwant ist anders als Google

Google besticht durch Einfachheit und einer klaren Übersicht: ein einfaches Suchfeld, das Google Logo darüber. Die Ergebnisse sind alle in einer Liste übersichtlich angeordnet, oben und rechts ist ein bisschen Werbung, die man nach jahrelanger Benutzung nicht mehr wahrnimmt.
Qwant ist anders. Alleine schon die Startseite informiert über angesagte Themen, die oft gesucht werden. Tippt man dann seinen Suchbegriff ein, wird man zunächst mit 5 Spalten erschlagen, die den kompletten Bildschirm einnehmen. Etwas ungewohnt, probiert’s mal aus.

Aber allein schon beim Eintippen des Suchbegriffs merkt man, dass Qwant anders ist. Es gibt keine Suchvorschläge oder eine Auto-Vervollständigung. Qwant möchte nicht vorschlagen, was man suche möchte. Wie die Gründer sagen, ist Qwant ein Schritt aus der Filter-Blase. Gemeint ist, dass Google und co gerne voraussagen, was man suchen und finden möchte. Das passiert durch Cookies und andere Mechanismen, die den Nutzer eindeutig identifizieren und ein Profil zu jedem erstellen. Uns werden also schon vorgefilterte Informationen gezeigt, bei denen Google denkt, dass sie uns interessierenn könnten.
Genau das gibt es bei Qwant nicht, sagen zumindest die Gründer. Es werden die Informationen angezeigt, die es gibt und zwar auch die, die uns nicht interessieren könnten. Dabei wird der Suchende selbst um Filter und wählt zwischen seinen Spalten, welche Informationen für ihn interessant sind. Die Suche wird also etwas zum Abenteuer im positiven Sinn, weil man an Informationen gelangt, die man erst gar nicht gesucht hat, sie aber interessant findet. So verbringen Qwant-Nutzer im Durchchnitt über 5 Minuten auf der Seite, was ist es bei Google? Ich schätze ein Paar Sekunden.

Qwant Suchmaschine

Das bessere Google News?

Zwischen 5 Spalten kann der Nutzer wählen. In der Mitte erscheit meist ein Wikipedia Fenster, sodass man auf einen Blick weiß, was genau man sucht. Dann hat man die Wahl zwischen Web, News, Sozial und Shopping und kann die Suche in diesen Felder verfeinern. Was leider nicht geht, dass ma nur eine komplette Spalte sich anzeigen lässt, also zum Beispiel Sozial den kompletten Bildschirm einnehmen zu lassen. Auch sonst fühlt es sich noch recht beta an, da sich angezeigte Tweets manchmal kaum von einander unterscheiden. Es geht aber in die richtige Richtung. Auch die Webseite fühlt sich auf dem iPad zu wenig nativ an. Vor allem mit einem Touchscreen kann man eine hervorragende Oberfläche für eine gute Web App schaffen, im Moment scheint man sich auf den normalen Computermonitor zu konzentrieren.

Was mir gefallen hat, dass man eigene Notizbücher erstellen kann und dort über Themen informiert bleiben kann. Eine Art von Google News, die aber auch soziale Kanäle und Meinungen beinhaltet. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Insgesamt geht Qwant in die richtige Richtung. Es ist keine Alternative zu Google, das möchte es aber auch gar nicht sein. Vielmehr ist Qwant eine Ergänzung, die aus meiner Sicht vor allem die sozialen Impulse in die Suche mit einbezieht.

Probiert’s mal aus unter qwant.com! Wie gefällt’s euch?

0 0 18090 05 März, 2014 Software, Tablets März 5, 2014

Autoreninfo

Hi, ich bin Daniil und ich betreibe TBLT.de. Es ist meine Leidenschaft über Technik zu bloggen und mit euch darüber zu diskutieren! +

Zeige alle Artikel von Daniil Matzkuhn

Verwandte Artikel

Suchen

Werde Fan!

Anzeige

Google+