Sony A6000 Erfahrungsbericht – Fotoqualität & Bedienung (Teil 2)
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Sony A6000 Erfahrungsbericht – Fotoqualität & Bedienung (Teil 2)

Mein Artikel, wie ich zur Sony A6000 kam (Teil 1: Die Entscheidung), sollte eigentlich nur ein kurzer einleitender Absatz werden. In diesem Artikel geht es nun endlich um die Fotoqualität und die Bedienung der Sony A6000. Vor allem werde ich auf die vielen Tasten eingehen sowie auf das Zusammenspiel der A6000 mit alten analogen Objektiven.

Die Bedienung

Als ich die Sony A6000 auspackte und in die Hand nahm, fiel mir das geringe Gewicht auf. Obwohl sie sichtbar größer als meine alte Sony NEX 5 ist, wiegt sie kein Gramm mehr. Vielleicht liegt es daran, dass die Front nicht mehr aus Metall (wie bei der NEX 5) besteht, sondern dass die Kamera nun komplett außen aus Kunststoff gefertigt ist. Es ist alles fest verbaut, nichts wackelt oder lässt sich verziehen; Dennoch, wer den Vergleich mit einer NEX 5 oder gar NEX 7 hat, wird etwas enttäuscht sein. (Kann dazu den Artikel von marla2008 empfehlen: A6000 vs NEX 7)

Insgesamt hat die Sony A6000 für mich genau die richtige Anzahl an Tasten und Rädern. Auf der Oberseite befindet sich ein PASM-Wahlrad, das eine schnelle Auswahl des Fotomodus ermöglicht, und daneben ein frei belegbares Drehrad, womit ich die Belichtungskorrektur regle. Neben dem Auslöser gibt es auch noch eine frei belegbare Funktionstaste.
Die Rückseite gibt noch mehr frei belegbare Tasten frei, das sind alle, die mit C oder Fn bschriftet sind; dazu kann man noch die AEL-Taste, die Raddrehung sowie die einzelnen Richtungen frei belegen. Insgesamt sind somit 9 Tasten und 2 Räder komplett frei belegbar – für mich mehr als ausreichend. Auf der C2 liegt bei mir derzeit der HDR Modus, die anderen Tasten habe ich noch nicht selbst belegt.

Praktisch werden die Tasten, wenn man Fotos durch den Sucher schießt, da man somit nicht mehr ewig durch Menüs navigieren muss, um Einstellungen zu verändern. Der Sucher ist schnell und ausreichend scharf, geht aber nervigerweise oft an, wenn man Bilder aus der Hüfte schießen möchte, da der Bauch dann zu nah am Sucher ist. Für solche Verwendung kann man den Sucher auch komplett ausstellen. Einen Touchscreen gibt es übrigens nicht, ich vermisse ihn aber auch nicht.

Fotoqualität & Autofokus

Der Autofokus ist das wohl größte Feature der Sony A6000, weil er angeblich genauso schnell wie bei einer DSLR sein soll. Ich habe es nicht verglichen, bin mit dem Autofokus mit dem Kit Objektiv jedoch sehr zufrieden. Im Hellen ist das Bild ohne spürbare Verzögerung fokussiert, bei dunkler Umgebung ist es etwas langsamer, aber kein ewiges Hin- und Her wie bei der NEX 5. Ich bin zufrieden.

Auch die Bildqualität des 16-50mm Kit-Powerzoom mit optischer Bildstabilisierung überzeugt und ist vergleichbar mit dem „alten“ SEL1855. Dazu ist es kompakt wie ein Pancake und somit für Unterwegs gut geeignet.

Sony A6000 & Minolta MD Rokkor Objektive

Sony A6000 & Minolta MD Rokkor Objektive

Alte Objektive an der A6000 machen Spaß

In der Regel habe ich aber meine manuelle Minolta-Objektivsammlung an die A6000 adaptiert, was mir besonders viel Spaß macht. Klar, den schnellen Autofokus kann man nicht mehr nutzen, dafür hat man eine günstige und qualitativ erstklassige Auswahl an Optiken. Derzeit mein Liebling: Das Minolta MD Rokkor 35mm f2.8. Im Vergleich zum Kit Zoom bietet es deutlich mehr Lichtdurchlass, sodass Bilder in dunklen Umgebungen oft noch scharf gelingen. Dazu kann man mit der Schärfentiefe spielen. Ein Traum! (Falls einer ein gutes & günstiges ca. 30mm f1.8 empfehlen kann, ab in die Kommentare damit!)

Und der Fokus? Erfolgt manuell und mit Hilfe des Fokus-Peaking kann man die scharfen Kanten farblich kennzeichnen lassen, sodass man immer weiß, welcher Bereich gerade scharf ist und welcher nicht. Auch der Sucher ergibt hier Sinn, weil man so die Schärfe und Komposition noch besser betrachten kann. Schließlich sieht man im Sucher ja auch das Bild, das man am Ende erhält.

Auch der zweite Artikel ist mal wieder sehr positiv geworden, schließlich bin ich mit der Sony A6000 fast zufrieden. Aber eben nur fast. Im nächsten und finalen Artikel wird es deswegen noch ein kleines bisschen Kritik geben aber auch auf die Videoqualität wollte ich noch eingehen. Stay tuned!



0 6 233460 25 Juni, 2014 Zubehör Juni 25, 2014

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2 Pingbacks/Trackbacks

  • Pingback: Ein Paar Worte zur Sony A6000: Teil 1 - die Entscheidung | TBLT.de()

  • Altglas. <3 An meinen Spiegellosen ist es Canon FD geworden, hauptsächlich weil ich das 50mm f/1.4 für sehr wenig Geld schießen konnte.
    Focus Peaking hast du erwähnt, ich habe auf der C1 an der a7 noch zusätzlich die Fokuslupe (wichtige Einstellung: Fokusvergrößerungszeit auf Unbegrenzt!). Damit wird es bei offener Blende einfacher, wirklich den Schärfebereich zu finden. Hat die a6000 die auch?
    Canon FD 35mm f/2 liegen um 200 €, ich weiß nicht, ob das noch in deine Definition von günstig fällt, optisch ist es wohl richtig klasse.

    • Die A6000 hat das gleiche Menü wie die A7, müsste ich also auch haben. Die Fokuslupe ist auf jeden Fall eine gute Idee.
      Das 50er FD ist auch sehr beliebt und günstig. Ich habe zuerst das Minolta 50 1.7 günstig geschossen, für 17€ bei eBay. Dann hatte ich schon den Adapter und wollte schnell hin-und herwechseln, bin dann also bei MD geblieben. Dazu habe ich bei Kleinanzeigen das große 50er und das 35 zusammen mit der Minolta XD 7 für 80€ gefunden. :)
      Dementsprechend heißt bei mir günstig 50-100€ :) Mal schauen, ob ich was finde.

  • Max

    Wann kommt denn nun der dritte Teil des Artikels?? :)

    • Im Lauf des Augusts. Voraussichtlich in der ersten Hälfte.

  • Pingback: Sony A6000 Erfahrungsbericht Teil 3 | TBLT.de()

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