Ein Paar Worte zur Sony A6000: Teil 1 – die Entscheidung
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Ein Paar Worte zur Sony A6000: Teil 1 – die Entscheidung

Alle Paar Jahre ist bei mir wieder mal eine neue Kamera fällig. Die Sensoren werden immer besser und vor allem, seitdem ich vor 3 Jahren auf eine spiegellose Sony NEX5 aufgestiegen bin, gab es einige Fortschritte. Es wurde trotz langem hin- und her die Sony Alpha A6000 mit Kit Objektiv (16-50mm Powerzoom), die ich für knapp 650€ im Sony Education Store erstanden habe; derzeit ein unschlagbarer Preis. Nach 2 Wochen Benutzung habe ich hier meine Gedanken zusammengetragen. Vor allem im Fokus: Produktfotografie und Videoaufnahme.

Warum schon wieder eine NEX?

Die Sony NEX 5 war meine erste Kamera mit Wechselobjektiven und ich habe mich damals für sie entschieden, weil sie FullHD Videos aufnehmen konnte, leicht und kompakt war und durch das geringe Auflagemaß man so gut wie alle alten analogen Objektive adaptieren kann. Mit der NEX 5 war ich sehr zufrieden, weil sie zuverlässig funktioniert hat und mir zum Einstieg alles bot. Ich wollte also wieder eine kompakte spiegellose Kamera und schaute mich um.

Meine Ansprüche waren sowohl bei der Fotografie als auch Videos gewachsen. Ich wollte einen schnellen Autofokus, der auch bei Videos zuverlässig und weich scharfstellt. Auf der nächsten Prioritätsstufe stand ein Mikrofoneingang, damit ich mein Ansteckmikro direkt an die Cam anschließen kann und nicht jedes Mal beim Schneiden den Ton synchronisieren muss. Für Fotos sollte es einen Sucher besitzen, ob digital oder analog war mir zunächst egal. Zunächst, denn später stellte sich was anderes heraus. Und nicht zuletzt wollte ich Tasten, ganz viele frei belegbare Tasten und Räder, womit ich mir meine Bedienung so zurechtlegen kann, wie ich sie brauche.

NEX-7 von Sony_schwarz_27Ich ging also erstmal die NEX-Familie der Reihe nach durch und stieß auf zwei mögliche Kandidaten: NEX 7 und A7. Beide spiegellos und kompakt, beide mit Mikrofoneingang. Die Sony A7 ist perfekt, wäre da nicht der Preis. Knapp 1.500€ für eine Kamera mit Kit Objektiv kam für mich nicht in Frage. Dazu gibt es noch weniger Vollformat E-Mount Objektive als es schon normale E-Mount Objektive gibt. Die NEX 7 sollte es also sein. Ich wollte sparen und wartete also auf den Nachfolger und studierte fleißig sonyalpharumors.com, damit ich mir die „alte“ NEX 7  günstiger holen kann.

Immer mehr freute ich mich aber auf den Nachfolger anstatt auf die NEX 7, die Daten klangen spektakulär und das für angeblich unter 800$. Der Nachfolger wurde vorgestellt, die A6000 war es und sie war perfekt. Ein schneller Sucher, der schnellste Autofokus bei einer Spiegellosen, kompakter Body, Tasten, Räder, WLAN – meine Träume wurden erfüllt und das in der Tat für 800€ fürs Kit. Doch das wichtigste fehlte: Der Mikrofoneingang. Shit. Die NEX 7 kam mittlerweile auch nicht mehr in Frage, sie überhitzt nämlich gerne bei Videos über 10 Minuten und war mittlerweile auch 3 Jahre alt.

Also weitersuchen, es muss doch was geben! Unter APS-C Format durfte der Sensor nicht haben. Wenn, dann auf Vollformat aufsteigen, aber runtergehen? Auf keinen Fall! Also fielen schonmal die ganzen micro Four Thirds Cams weg. Blieb nur noch Samsung mit der NX-Serie, einen Mikrofoneingang haben nur die NX 30 und die Galaxy NX. Mit Gillys Galaxy NX kam ich nach ein bisschen Hands-On Time nicht wirklich zurecht, mir haben einfach Tasten gefehlt. Die NX 30 verhielt sich ähnlich, dazu hat das Samsung-Bajonett noch weniger Objektive als Sony. Meh.

EOS 70D FRA VARI ANGLE MONITOR OPEN w EF-S 18-135mm IS STMMuss ich also zur DSLR greifen? So sah es aus. Die EOS 70D war ein heißer Kandidat, ich hatte bereits einen Deal-Alarm bei Mydealz gesetzt und kannte die Kamera halb auswendig. Der Autofokus ist sowohl bei Fotos als auch Videos smooth, dazu ein Mikrofon-Eingang und Tasten ohne Ende; auch Kollegen nutzen sie sehr gerne, zum Beispiel Franz von Swagtab; und es gibt ein schier unendliches Angebot an Objektiven. Es gab drei einhalb Nachteile: Sie war im Vergleich groß und schwer, hatte durch den Spiegel ein großes Auflagemaß (unpraktisch für Altglas) und war mit knapp über 1000€ mir etwas zu teuer. Aber ich war bereit, ging in den Saturn, um sie zum dritten Mal final auszuprobieren und ich merkte, dass der Sucher analog ist. Ja, Trottel, werdet ihr sagen. Klar ist der Sucher analog! Das war mir auch vorher klar. Aber ich hatte mich mittlerweile so an den Liveview der NEX gewöhnt, dass ich es gewohnt war, das fertige Bild vor dem Auslösen auf dem Bildschirm zu sehen, inklusive Belichtungskorrektur etc. Ich warf die EOS weg und fasste seitdem nie wieder eine an.

Nach diesem Erlebnis war klar: Mir kommt kein Spiegel ins Haus. Ich war heiß auf die A6000, die immer mehr Auszeichnungen bekam. Ich wollte sie haben, also habe ich sie bestellt. Den fehlenden Mikroeingang habe ich mir schöngeredet; dann synchronisiere ich den Ton eben später, die Routine habe ich ja eh drin.

Vor zwei Wochen kam sie also an und ich freute mich riesig sie abends auszupacken und sie mit meinen neu erstandenen Minolta-Objektiven aus den 70ern auszuprobieren. Im Vergleich zur NEX 5 war ich begeistert, aber auch etwas enttäuscht.

Sony A6000 Erfahrungen

0 7 279740 13 Juni, 2014 Zubehör Juni 13, 2014

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